Andacht

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„Himmel und Erde, jubelt, ihr Berge, brecht in Freudenschreie aus! Denn der Herr hat sein Volk getröstet. Voll Erbarmen nimmt er sich der leidenden Menschen an“. Jesaja 49,13 HFA

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

kennen Sie die Erfahrung, irgendwohin verreist zu sein und dann plötzlich festzustellen, etwas vergessen zu haben. Sei es den Regenschirm, die Zahnbürste, noch eine zweite warme Hose oder ein wichtiges Dokument. Da erschreckt man sich. Doch wie ärgerlich das auch sein mag, meistens gibt es dafür eine Lösung. Aber wie ist es mit vergessenen Dingen, die nicht materieller Natur sind?

Wir leben in einer schnellen Zeit. Viele Termine belegen unseren Kalender. Wie oft vergessen wir, uns Zeit zu nehmen für das, was unserer Seele gut tut; nämlich die Gemeinschaft mit Gott, sei es mit anderen Christen oder auch persönlich im „stillen Kämmerlein“. Gerade durch diese Gemeinschaft mit Gott erfahren wir Ermutigung, Hoffnung und innere Ruhe. Gott lädt uns ein, unserem Leben ein wenig die Geschwindigkeit zu nehmen.

In den letzten Wochen wurden wir Zeugen terroristischer Anschläge, die auch Europa erreicht haben. Die gesamte Entwicklung in der Welt ist besorgniserregend. Manche fragen sich, wo Gott ist. Hat er uns vergessen?

Gott hat uns nicht vergessen. Die Adventsbotschaft erinnert uns daran, dass wir in der Erwartung auf unseren Retter Jesus Christus leben. Die biblische Botschaft weist uns darauf hin, dass, bevor unser Hoffnungsträger Jesus Christus wieder kommt, Elend und Leid ihren Höhepunkt erreichen und Naturkatastrophen zunehmen werden.

Diese Umstände sollen uns aber keine Angst machen, sondern unsere Wachsamkeit für Gottes Botschaft wecken.

Gottes Zusage „Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der HERR.“ möchte auch unsere, von Not geprägte, Welt durchdringen.

In Christus wird Gott und sein Charakter deutlich. Er verkörpert die Liebe. In seiner Nähe – damals wie auch heute – finden Menschen Geborgenheit, Vergebung und Liebe. Das wird für Jeden erfahrbar, der sich auf eine Beziehung mit Christus einlässt.

Deshalb lädt uns der Monatsspruch für Dezember zu Freude und Jubel ein: „Himmel und Erde, jubelt, ihr Berge, brecht in Freudenschreie aus! Denn der Herr hat sein Volk getröstet. Voll Erbarmen nimmt er sich der leidenden Menschen an“. Jesaja 49,13 HFA

Woran Sie auch immer leiden, Gott will auch Ihnen mit seiner Liebe begegnen und Sie trösten. Es hilft enorm, persönlich in einem Gebet mit Gott ins Gespräch zu kommen und ihm die eigene Last zu beklagen. Oft hilft es auch, sich einen Menschen, der Gott kennt, auszusuchen, mit ihm zu reden und zu beten. Ein afrikanisches Sprichwort sagt dazu: „Das Wort, das dir hilft, kannst du dir nicht selber sagen“.

 

Sowohl der Monatsspruch für Dezember als auch die Jahreslosung für das kommende Jahr 2016 machen uns deutlich, dass wir mit unserem Kummer nicht allein bleiben müssen. Gott hat uns nicht vergessen, auch wenn uns das manchmal so vorkommt. Weihnachten ruft uns ins Bewusstsein: Gott ist in Jesus Christus zu uns gekommen, damit wir in ihm Trost, Liebe und neue Hoffnung erfahren.

Mihal Hrcan

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