Das Reich Gottes – Hoffnung mitten unter uns
Jesus Christus spricht: „Das Reich Gottes ist mitten unter euch“ Lk 17,21.
Oft suchen wir nach Zeichen von Gottes Reich – nach Orten voller Glanz, Harmonie und Glück. Doch Jesus lädt uns ein, mit offenen Augen und Herzen seine Gegenwart mitten im Alltag zu entdecken: Überall dort, wo wir einander liebevoll begegnen, Hoffnung teilen und gemeinsam handeln, wird sein Reich erlebbar.
Gerade in der Gemeinschaft vor Ort spüren wir die Impulse und Motivation, am Reich Gottes mitzubauen. Wo Jesus mitten unter uns ist, in unseren Treffen, in der Gemeinde, in kleinen und großen Gruppen – da geschieht Ermutigung.
In Liedern, Gebeten und geteilten Erfahrungen stärkt uns Gottes Geist, schenkt neue Kraft und Mut, Hoffnung weiterzugeben. In diesem Kraftfeld Gottes werden Impulse geboren, die unser Handeln inspirieren und uns befähigen, sein Reich sichtbar zu machen.
Das durfte ich ganz besonders beim SPIRIT-Festivalkongress 2025 in Bochum erleben. Unter dem Motto „City of Hope – Orte der Hoffnung“ kamen rund 2.000 Menschen zusammen – voller Erwartungen, voller Sehnsucht nach Gemeinschaft, Glaube und Inspiration. In Workshops, Gottesdiensten und Gesprächen haben wir gespürt: Hoffnung wächst, wo Menschen füreinander da sind, voneinander lernen und ihre Erfahrungen teilen. Der Kongress selbst wurde zu einem lebendigen Ort der Hoffnung – ein Stück sichtbares Reich Gottes, getragen von gemeinsamer Freude und der Kraft, die von Gott ausgeht.
Doch auch im Alltag, bei uns vor Ort, nimmt Gottes Reich Gestalt an. Ich denke an die Renovierung unseres Kindergartens: So viele haben ihre Zeit, Ideen und Fähigkeiten eingebracht – getragen von Gemeinschaft und gegenseitiger Ermutigung. Oder an die reichen Erntedankgaben, die wir gesammelt und an die Wohnungslosenspeisung weitergegeben haben – als Zeichen der Verbundenheit und Nächstenliebe, in Darmstadt „Café CUP der guten Hoffnung“ und in der Fahrradwerkstatt: Menschen kommen zusammen, teilen Zeit, schenken Hoffnung, helfen einander und setzen Zeichen der Solidarität und Fürsorge – ganz konkret und mitten im täglichen Leben.
All das zeigt: Wir dürfen am Reich Gottes mitwirken, hier und heute. Es wächst dort, wo wir zuhören, helfen, teilen und uns gegenseitig stärken – getragen von der Gewissheit, dass Jesus in unserer Mitte ist und durch uns wirkt.
Frage für die Woche: Wo habe ich in den letzten Tagen das Reich Gottes mitten unter uns gespürt? Und wo kann ich heute für andere, inspiriert durch Wort, Lied und Gebet ein solcher Ort der Hoffnung sein?
Mihal Hrcan |