Gemeindewochenende 2017

Kaum zu glauben, dass das letzte Jahr so schnell vergangen ist und die diesjährige Gemeindefreizeit jetzt schon wieder vor der Tür steht. Dieses Mal in Rehe im Westerwald, für die meisten von uns eine völlig neue Herberge.
Wir beginnen mit dem Freitag: Am Nachmittag trudeln nach und nach die 67 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein – so groß war unsere Gruppe noch nie – und wir starten mit dem Abendessen im gemütlichen Speisesaal: Essen lecker, Stimmung super, die „alten Hasen“ in Vorfreude auf das Wochenende, die „neuen Hasen“ ganz gespannt, was sie erwartet und das Orga-Team bei dieser Gruppengröße bestimmt auch etwas nervös.

Nach der Einführung in das Thema „Gott baut ein Haus, das lebt.“ starten wir mit den Kennenlernspiel und lassen den Abend gemütlich ausklingen: die Kinder und Jugendliche in ihrem „Haus“, die Erwachsenen im Café des Gästezentrums. Der Samstag startet mit einem kurzen Impuls und dann geht es in die verschiedenen Workshops. Begeistert hat mich, dass für jeden Geschmack etwas dabei war. Ich persönlich habe am Chor-Workshop teilgenommen, wo Irene 3 Lieder mit uns für den Gottesdienst eingeübt hat. Es hat mir viel Freude und Spaß bereitet und für mich persönlich ist der Gesang ein ganz wichtiger Teil des Gottesdienstes. Nicht alle Töne saßen, der Rhythmus wackelte manchmal, aber Irenes Spruch dazu war: „Lebendigkeit geht vor Perfektion“ und mit dieser Aussage traute ich mich, laut mit zu trällern. Ganz begeistert war ich auch vom Fotostory-Workshop und das in zweierlei Hinsicht. Erstens war es super schön, das Wochenende durch die wundervollen Bilder immer wieder Revue passieren zu lassen und für den Gottesdienst tolle Filmbeiträge zu haben. Zweitens aber auch, weil mir bewusst wurde, dass diese Gruppe aus den ehemaligen Kindern unsere Gemeinde bestand, die nun alle zu engagierten Jugendlichen geworden sind und sich unterstützt von Paula an diesem Wochenende aktiv einbrachten. Am Nachmittag waren verschiedene Ausflüge geplant, die zum Teil buchstäblich ins Wasser fielen: es regnete so sehr, dass die Gruppe, die den Besuch des Hochseilgartens geplant hatte, dann doch lieber in Badesachen sprang und dem Schwimmbad in der Hotelanlage einen Besuch abstattete. Im Nachhinein konnten wir dem Regen dankbar sein, denn die Gemeinschaft wuchs daran: es ergaben sich ungeplante Gespräche, schöne Spaziergänge und ein herzliches Beieinander. Nach dem wieder leckeren Abendessen, ging es über in den Bunten Abend zu dem jeder etwas beitragen konnte: gelesene Geschichten, gereimte Gedichte, super Sketche, spaßige Spiele, lobgesegnete Lieder, ideenvolle Impulse und wer dabei war, erkennt die Anordnung der Adjektive vielleicht sofort. Bis dahin hatte sich der Himmel ausgeregnet und der Abend endete bei Lagerfeuerromantik – Stockbrot, Gitarre und Gesang inklusive. Am Sonntag wurde der Gottesdienst von allen vorbereitet – jeder so wie er wollte/konnte und wir erlebten einen wunderschönen, sehr vielfältigen und berührenden Gottesdienst. Wie schön, dass jeder von uns andere Gaben hat, die er einbringen kann. So kann gar keine Langeweile aufkommen und die Botschaft ist klar: Gott baut ein Haus, das lebt. Und wir gehören alle hinein. Zeit zum Abschied nehmen. Die Feedback-Runde ergab, dass wir die nächste Gemeindefreizeit auf jeden Fall wieder in Rehe machen wollen, wo wir hier doch noch so viele Dinge zu erkunden haben. Da unser Wunschtermin anscheinend ausgebucht ist, möchte ich ihn an dieser Stelle noch nicht bekannt geben. Wäre aber schön, wenn alle wieder dabei wären. An dieser Stelle ein riesiges, gigantisches, inniges „DANKE, DANKE, DANKE, DANKE, Ups, DANKESCHÖN“ an Mihal und alle Organisatoren dieser Freizeit. Wir freuen uns schon auf nächstes Jahr.

Dominique

Gesprächskreis mit Rolf Huber
„Gott baut ein Haus das lebt, aus ganz, ganz vielen Leuten, die in verschiednen Zeiten hörten auf Jesus Christ.“ 55/56 Paulus schreibt im Gefängnis Korinth an die Gemeinde in Rom: „Ich schäme mich nicht des Evangeliums von Jesus Christus, denn es ist eine Kraft Gottes, die jeden rettet, der glaubt.“ – Wie ein roter Faden zieht sich diese Aussage durch die Jahrhunderte: 386 Lebenswende des Augustinus durch den Römerbrief („Nimm und lies“) / 1516/17 Martin Luther (Augustinermönch) arbeitet an Vorlesungen zum Römerbrief und bekommt Antwort auf seine Zweifel durch Römer 1,17. / 1738 Luthers Vorrede zum Römerbrief trifft John Wesley und „erwärmt sein Herz auf seltsame Weise“ (Tagebuch). / 1902 Familie Will, aus der Frankfurter Gemeinde kommend, beginnt in Sprendlingen mit einer Stubenversammlung. / 2017 Sprendlingen heute: Bunt und fröhlich, mehr denn je…
Rolf und Maya

Gott baut ein Haus, das lebt.
Die Kirche in Sprendlingen ist ein solches Haus. Wir nahmen ein Modell unserer Kirche mit und haben während des Wochenendes fleißig daran gebastelt. Tannenzapfen, Moos und Holz, tolle Glitzersteine und viel Farbe ließen es zu einem lebendigen Haus werden. Die Arbeit daran hat allen viel Spaß gemacht – und jeder konnte es so zu „seinem“ Haus machen. Ein großer Dank an Matthias, ohne den dieses tolle Modell jetzt noch eine einzige große Sperrholzplatte wäre! :-)
Anja

Tatoos
Ein sehr beliebter Workshop waren die Tatoos. Von Herzen und Schmetterlingen, bis zu besonderen Extrawünschen war alles dabei und an vielen Kinder- und Erwachsenenhänden und Gesichtern glitzerten die verschiedensten Tatoos.
Lucie

Wetterballonstart Während der Gruppenarbeit stellten Sigi und ich die Ausrüstung zusammen und ließen das Heliumgas in die Ballonhülle. Um Uhr 11:30 wurde der Ballon „10 – 9 – 8 -…- 1 – 0 Liftoff“ wie ein Raumschiff hochgelassen. Der Ballon konnte noch einige Minuten gesehen werden, bevor er durch die Wolken stieg. Dann hieß es warten: Prognose Flugzeit 3:15 Höhe 37.500m Landeort bei Dillenburg. Sigi, Willi, Eva, Joschi und ich machten uns auf die Suche. Dann das ersehnte Funksignal und wir fuhren gleich Richtung Landeort. Wieder zurück offenbarte die Datenbox: Flugzeit 3:45 Höhe 39.807m, das ist Rekord! Das übrig gebleibene Heliumgas sorgte später noch öfter für Heiterkeit.

Link zum Video
Dietmar

Mosaiksteine Passend zum Thema des Gemeindewochenendes konnten bei unserem Workshop Kinder wie Erwachsene einfache Kieselsteine bemalen und Spiegelplatten mit Mosaiksteinen, Perlen, Porzellanstückchen und Muscheln verzieren. Die jüngsten Künstlerinnen waren 3 Jahre, die älteste war schätzungsweise Anfang 60. Während manche Teilnehmer bei den Mosaikspiegeln sehr systematisch vorgingen, ließen andere sich von ihrer Spontanität leiten. Besonders Kinder und Jugendliche vermischten verschiedene Techniken. So wurden die Spiegelplatten auch teilweise zusätzlich mit Farben und Glitzer gestaltet und Steine ergänzend mit Mosaiksteinchen verziert. Am Ende entstanden märchenhafte Spiegel und einfache Kieselsteine verwandelten sich in kleine Kostbarkeiten.
Heide

Waldhütte
Wir haben ein Waldhaus mit einer kleinen Gruppe von Jungs und Vätern gebaut. Unter der Leitung von Mihal haben wir gemeinsam die Form und den Platz für das Haus festgelegt. Jetzt mußte das Material gesammelt werden, dabei waren die Väter und Kinder sehr fleißig, sodass in kurzer Zeit das gebrauchte Material gefunden war. Es wurde gesägt, gehackt, gebunden und gesammelt. Gemeinsam entstand nun unser Waldhaus, das als Zeichen unser Gemeinschaft noch ein Kreuz erhielt. Emma Hrcan, die zufällig vorbei kam sagt: jetzt können auch die Tiere im Wald einen Gottesdienst halten. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht. Ich habe gesehen, was man durch Gemeinschaft erreichen kann.
Norbert

Abschlußgottesdienst
Unser Gottesdienst bildete am Sonntag Vormittag einen eindrucksvollen und bewegenden Abschluss des diesjährigen Gemeindewochenendes.
Im Mittelpunkt stand wortwörtlich das Modell unserer Kirche, das so wundervoll geschmückt und verziert wurde.
Die Arbeit aller Gruppen und Workshops fand in dem Gottesdienst ihren Platz. Und so wurde Theater gespielt, gesungen, präsentiert, erzählt, gelesen und gebetet.
Jede und jeder machte mit, brachte sich auf seine Art ein und machte diesen Gottesdienst so nicht nur unvergesslich, sondern zugleich zu einem tollen Rückblick auf ein rundum gelungenes Wochenende. Und mit dem Segen Gottes und der Gewissheit, dass wir uns auch im nächsten Jahr alle wieder treffen, konnten wir zufrieden das „offizielle“ Programm des Gemeindewochenendes beschließen.
Stephan

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Gedichte von Dr. H. Spalt

Hausbau in Rehe

Der Jäger aus Rehe

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