Aus einer schrumpfenden Gemeinde wächst wieder Leben

50 Jahre Auferstehungskirche in Dreieich-Sprendlingen

Am Nachmittag des 8. Oktobers 2017 war die Auferstehungskirche in Dreieich – Sprendlingen bis auf die letzte Kirchenbank gefüllt. Das ist für unsere kleine Gemeinde, die vor 10 Jahren kurz vor der Schließung stand, eher ungewöhnlich. Deshalb war es umso erfreulicher, dass über 200 Besucherinnen und Besucher sich zum 50-ten Geburtstag der Auferstehungskirche einladen ließen. Unter den Gästen des Festgottesdienstes befanden sich auch Rosemarie Wenner, Bischöfin i. R., die selbst Pastorin in der Auferstehungskirche war und Dreieichs Bürgermeister Dieter Zimmer. Beide waren berührt vom Motto dieses besonderen Festes: “Gott baut ein Haus, das lebt“. Sie betonten in ihrer Begrüßungsrede die erstaunliche Lebendigkeit unserer Gemeinde durch ihre familienfreundliche und kindgerechte Ausrichtung. Diese Lebendigkeit wurde im Festgottesdienst besonders durch den musikalischen Auftritt von ca. 30 Kindern deutlich, die als Bauarbeiter verkleidet ein wunderschönes Zukunftsbild für die Gemeinde abgaben. Aber auch der Chor „Ephata“ aus Friedrichsdorf unter der Leitung von Benedikt Baum und Irene Bleiching-Middelanis sorgte für den richtigen Schwung, nach der sich die Gemeinde jahrelang sehnte und nun seit längerer Zeit wieder spüren darf.

Dieser Schwung verbunden mit einer großen Portion Hoffnung stand auch vor und während des Baus der Auferstehungsgemeinde in den 60er Jahren. Und am 2. April 1967 wurde diese schließlich unter Leitung von Pastor Kurt Scherer erbaut und durch Bischof F. Wunderlich eingeweiht.
Von Anfang baute die Gemeinde auf die Arbeit mit Kindern und Familien. Irgendwann sollte vielleicht einmal ein Kindergarten auf dem großen Gelände entstehen. Doch dieser Traum schien mit den Jahren immer mehr in weite Ferne zu rücken, die Mitglieder- und Besucherzahlen sanken immer mehr bis man vor der Frage nach Verkauf stand. Doch noch einmal versuchte man durch die Gründung eines Miniclubs, die einst gewesene Lebendigkeit zurückzuholen. Später wurde aus dem Miniclub ein Minikindergarten mit regelmäßigen Minigottesdiensten und seit März 2014 der Kindergarten “Die Kirchenmäuse”. Aufregende Jahre liegen hinter uns, in denen wir so viel Unterstützung durch die Kirche, vielen Geschwistern und Eltern erfahren durften und vor allem Gottes Segen erlebten.
Der liebevolle Umgang mit Kindern und Familien wird über die Grenzen Dreieichs hinaus sehr geschätzt, so dass nicht nur der Kindergarten ein begehrter Betreuungsort ist, sondern unsere Minigottesdienste in Dreieich seit mehreren Jahren gut etabliert sind und von Familien gerne besucht werden. Daran merken wir, dass ein Gebäude nicht aus sich heraus lebt, sondern durch die Menschen, die sich dort wohlfühlen und das Kirchenleben mit ihren Fähigkeiten gestalten.

Wir wünschen uns allen, dass Gottes Liebe unsere Herzen immer wieder berührt, um in der Welt Zeichen seiner Liebe zu setzen, füreinander da zu sein und sich gegenseitig durch Gottes Wort für die Herausforderungen des Alltages zu ermutigen. Möge der Herr auch mit der Auferstehungskirche sein Haus bauen, das lebt.
Anett Grüber-Hrcan und Mihal Hrcan

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